Da unser üblicher Reiseberichtschreiberling Wotan derzeit unberuflich verhindert ist, gibt es den Bericht diesmal von Silke und mir.

Der Handyschreiberling Wotan
Nach einer langen Winterpause war es endlich wieder soweit. Unser 5. Treffen der E36-Page.net stand an. Das Ziel war unsere Bundeshauptstadt Berlin, die wir aber mehr oder minder rechts liegen ließen. Die Hoffnungen auf ein Treffen mit umfangreicher Beteiligung – besonders der Berliner – wurden nicht erfüllt. Somit kann die zu Beginn des Jahres gestellte Frage, wozu die Berliner im Forum in der Lage sind, mit „zu nicht viel“ beantwortet werden.
Neun Leute mit sechs fahrbaren Untersätzen sind es aber dennoch geworden, dabei mit Florian ein absoluter Neuling und zukünftiger Fahranfänger.
Diesmal mit von der Partie:- Bmwfan36 mit Vater / Wagenlenker
- Chrismaster mit Kumpel Michael
- Basti-328i
- Surveyor
- Wotan
- Len mit Freundin Silke

Nahezu die gesamte Gruppe

Florian mit Vater
Nach anfänglicher Morgenkühle, welcher im dunkelgrünen Wagen mit der Sitzheizung entgegengewirkt wurde, sollte es im Laufe des Tages ein herrliches Wetter mit schönstem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen werden.




Der Treffpunkt bei Niemegk wurde pünktlich von unserem kleinen BMW-Konvoi gen Jüterbog/Altes Lager verlassen, um dort der Garnisonschau bei und in der St. Barbara-Halle beiwohnen zu können.

Der veranstaltende Verein wartete auf dem Außengelände mit alter und sehr alter Militärtechnik auf, meist als stumme Zeitzeugen, teils aber auch in lauter und staubiger Bewegung. Dazu unter dem Dach der Halle eine Ausstellung diverser Kriegsgeräte und Kleidungen der Streitmächte verschiedener Nationen. Die begeisterten Besucher trugen teilweise selbst Armeekleidung, was die gesamte Ausstellung sehr authentisch machte.




Ein Wrack eines T34/85

MDK-2M




Kraz-255

ZIL-131

BRDM-2

Tatra 148

ZIL-131

Ost-Biwak



Raketenpanzerbüchse 54 "Panzerschreck"

Schnittmodell einer Gasturbine des T80

Herrenrad mit Panzerfaust

Cooler Typ auf Eigenbaumotorrad

Eigenbaumotorrad ohne coolen Typ
Ein besonderes Highlight war die Fahrt in einem Schützenpanzer, in dem den Besuchern gegen einen Obolus eine Rundfahrt durch hügeliges Gelände ermöglicht wurde. Nicht minder interessant das straßenzugelassene Radzugmittel in Form eines Tatra 813, welcher ebenfalls Besucher durch das Gelände beförderte. Das luftgekühlte V12-Aggregat mit 17620 cm³ Hubraum erzeugt dabei ein sehr kräftiges und enorm tiefes Grollen, was sich nahezu ungedämpft und ungefiltert seinen Weg in die Ohren und Nasen suchte – für die grüne Plakette reicht das zumindest nicht…

BMP-1



Tatra 813 8x8

Tierische Bewohner der Barbarahalle
Anschließend brachen wir Richtung Berlin auf. Zunächst nach Werder zur Bismarckhöhe, was sich leider als recht sinnfrei herausstellte, da die ehemalige Burganlage nicht zur Besichtigung ausgelegt und stattdessen mit Zäunen umgeben war. Die Idee auf eine kleine Insel in der Havel zu fahren wurde ebenfalls - durch das THW und einige Absperrbänder - zunichte gemacht. Lediglich eine Dame samt männlichem Anhang sorgte mit ihrem Kleinwagen und ihrer ausgeprägten Auffassungsgabe zum Autofahren für etwas Erheiterung. Nach kurzer Gewaltandrohung zwischen dem männlichen Kleinwageninsasse und Basti konnte unsere Fahrt fortgesetzt werden. Auch die Suche nach einer geeigneten Stelle für ein Fotoshooting am Wasser gestaltete sich mangels befahrbarer Wege unerwartet schwierig, sodass die geplante Bilderstellung erst nach einiger Suche ans Wasser fiel.

Auf dem Weg nach Werder...





Robert ratlos

Neues Ziel...

... neue Hoffnung

Endlich - Wasser


Die komplette Aufstellung




bmwfan36´s Limousine

chrismaster´s Limousine

basti-328i´s 5er Touring

surveyor´s Touring

Wotan´s Limousine

Len´s Limousine



Mit einem kleinen Umweg durch Potsdam fuhren wir nach Ketzin. Robert verließ uns dabei für einige Stunden.

Auf der Fahrt durch Potsdam


Um einen Wagen dezimiert trafen wir in Ketzin ein und wurden in der Pension vorstellig. Die Gastleute nahmen uns freundlich in Empfang, die Zimmer wurden schnell bezogen. Die nebenliegende Tankstelle nahmen wir kurzer Hand zum Anlass, unsere Kraftstoffvorräte aufzufüllen.

Unsere Pension

Nach den vielen Kilometern und einer recht anstrengenden Fahrt über Autobahnen und Landstraßen überkam uns der Hunger, sodass wir uns in Ketzin ein Gasthaus suchten. In dem ländlich eingerichteten „Gotischen Haus“ wurde gute Hausmannskost angeboten. Nach erfolgter Sammelbestellung und reichlichem Essen mit Vor- und Nachspeise wurden die ersten Geschichten aus dem BMW-Leben der Mitglieder ausgetauscht.
Am Abend wurde der Biergarten der Pension aufgesucht und Erfahrungen und lustige Anekdoten über die Tücken der Technik und der Straßenverkehrsordnung ausgetauscht. Der obligatorische Fototermin durfte dabei natürlich nicht fehlen.









Die Strapazen des Tages forderten am Abend ihren Tribut, bei den einen weniger, bei den anderen mehr...

Robert bettelt um Zahnpasta...
Später fielen alle müde in ihre Betten und wurden am nächsten Morgen vom Wecker auf das zubereitete Frühstück aufmerksam gemacht.
Nach einem ausgiebigen Essen und einer großen Tasse Kaffee konnte der zweite Teil des Treffens gestärkt in Angriff genommen werden. Die Heimschläfer Basti und Thomas waren halb zehn wieder vor Ort, sodass wir uns – nach einigen Filmaufnahmen – auf den Weg nach Gatow zum Flugzeugmuseum der Bundeswehr machen konnten. Basti hatte über Nacht seinen 5er auf Zweiradbetrieb umgestellt und folgte uns nun, entsprechend gekleidet, an der frischen Luft.
Das Museum befindet sich im Besitz der Bundeswehr, wird aber auch durch Spenden der Besucher und zahlreicher Vereine gesponsert und ist die Reise bis an den äußersten Rand Berlins wert. Das große Gelände fasst eine Vielzahl verschiedener Flugzeuge, Helikopter, Kleidung der Piloten sowie eine umfangreiche Dokumentationen über den Entwicklungsverlauf der Luftwaffen Ost- und Westdeutschlands.




Lockheed F-104G Starfighter - der "Witwenmacher"

McDonnell F-4 Phantom II

Breguet Atlantique

MiG-17PF

Fairey Gannet

MiG-21

Die Wachkatze



Messerschmitt Bf 109 G-2

Ein Triebwerk des Panavia Tornado

Der DB-605

Ein Turbine Jumo 004 der Messerschmitt Me 262

Messerschmitt Me 163

Die beiden LMG 08/15 einer Fokker Dr.I




Mil Mi-24


Mil Mi-8/Mi-17
Nach einem ausgiebigen Rundgang über das Gelände und durch die Ausstellungshallen, machten wir uns auf zu einer gemeinsamen Mahlzeit bei Kentucky Fried Chicken am Stadtrand von Berlin. Mangels Restaurants der selbigen Fast-Food-Kette in unseren Gefilden, beäugten die Sachsen die angebotenen Speisen zunächst kritisch. Mit der Gewissheit mit großer Wahrscheinlichkeit Hühnchen serviert zu bekommen, wurde dann letztlich eine recht wahllose Bestellung unsererseits ausgelöst. Gesättigt und – dank der kostenfreien Becherwiederauffüllmöglichkeit – befreit von Durst, traten wir nach kurzer Verabschiedung die Heimreise an. Bis zum Rasthof Köckern an der A9 noch mit vier Autos gemeinsam unterwegs, fuhren wir, nach einer Ode an das Rechtsfahrgebot, endgültig getrennte Wege.
Abschließend bleibt festzuhalten, dass wieder ein interessantes und abwechslungsreiches Wochenende hinter uns liegt, welches sich bei Silke und mir ohne Frage in die sehr positiven Erinnerungen einreiht. Die recht dürftige Beteiligung am Treffen wirft allerdings die Frage nach dem „Warum“ auf. Diese in vollem Umfang zu beantworten ist sicher kaum möglich, Konsequenzen müssen daraus aber dennoch gezogen werden.

Quo Vadis?